Pergament

Pergament

Für die Herstellung von Pergament wurden Tierhäute (Kuh-, Schafs- oder Ziegenhäute) verwendet, welche ungegerbt in Kalklauge gelegt wurden. Fell- und Fleischreste wurden abgeschabt bevor das Material gereinigt, im aufgespannten Zustand wiederholt abgeschabt und getrocknet wurde. Anschließend wurde das Pergament noch geglättet und geschliffen.

 

Pergament war und ist in der Herstellung ein sehr teures Produkt und wurde daher auch mehrmals wiederverwendet.

Auch heute noch werden die Urkunden der Nobelpreisträger auf handgefertigtem Pergament ausgestellt.

 

Besonderen Charme besitzen z.B. die im 18. Jahrhundert mit Pastellkreiden ausgeführten, wunderschönen Portraitzeichnungen auf Pergament. Da Pastellkreide ein am Trägermaterial relativ lose haftendes, fragiles Medium ist, ist bei der Rahmung unabdingbar darauf zu achten, dass keine statisch aufladbaren Materialien zur Verglasung verwendet werden.

 

Obwohl ein relativ dauerhaftes Material, reagiert Pergament doch empfindlich auf Feuchtigkeitsschwankungen. Ein Übermaß an Feuchtigkeit kann zum Beispiel zu einer Gelatinisierung des Materials führen. Korrekte Lagerungsbedingungen sind daher besonders wichtig. Wir beraten Sie hierbei gerne.